27
Se
Kompostierung
27.09.2016 11:09

Kompostierung. Ein mehrschichtiger Begriff. Es geht um den Stoffkreislauf im Garten. Oft erscheint der Aufwand, um Grünschnitt wegzubringen höher als sonst ein Aufwand, den wir im Garten betreiben. Klar ist, dass es nicht nachhaltig ist, den Grünschnitt immer weit weg zu bringen, um dann notwendigerweise zu düngen, oder einen mageren Naturraum zu schaffen. Harmonisch ist eben ein Kreislauf der Geschnittenen und Heruntergefallenen Materialien im Garten. Also hier ein Bild, das ich beschreibe, um jedem einmal das Experiment vom Kompostieren wenigstens vor dem inneren Auge zu ermöglichen. Erstes Experiment: Ein Graben im Rasen (!). wir füllen einen sagen wir 20 cm tiefen 1m breiten Graben mit Rasenschnitt und Laub. Vielleicht noch geschredderte Äste dazugeben. Das wird ein richtig hoher (1m Höhe maximal) Berg, und den bedeckt man mit der Erde, die man zuvor heruntergeschält und geschaufelt hat - auch mit den Grassoden. Im Laufe der Zeit wird der Berg kleiner, weil es kompostiert, und der Rasen bleibt nur noch etwas hügelig. Zweites Experiment: Ich habe nur ein kleines Appartment in der Stadt. Und ich sammle meine Küchenabfälle in einem Eimer gut getränkt mit einer wässrigen Lösung aus effektiven Mikroorganismen. den entstehenden Kompost vergrabe ich irgendwo bei Freunden, oder verschenke ihn Gärtnern. Es gibt eine witzige Randerscheinungen bei dieser (EM-) Kompostierung: die Gemüsebfälle bleiben erkennbar und farbig. Undsoweiterundsoweiter. Die bekannteren Möglichkeiten sind Kompostgestelle, und das Umsetzen von Kompost. Mit Kompostierung zu experimentieren, ist einmal eine gute Möglichkeit, überhaupt damit in Kontakt zu kommen. In die braune Tonne kann man es immer noch werfen. Und holzige Abfälle aus dem Garten nehmen als gestapelte Hecken viel Platz weg, aber so einen kleinen Stapel trockene Ästchen sind ja für Igel schön. (...) Man kann Äste schreddern, das ist viel schönerer Mulch als der kaufbare Rindenmulch aus Nadelhölzern. Infos und Ideen gebe ich gerne weiter. Ich bin sicher, es lohnt sich, nochmal damit - auch nur in Gedanken - zu experimentieren. Gute Blumenerde kann man also selbst machen!

kooperativ im Garten

Kommentare


powered by Beepworld